Hydrotechnik
Trink- /Badewasser und Prozesswasser

 

 

 

 

 

Auf dem Brinke 20

 

                                          Telefon  +49 5721 82224   -   Fax  +49 5721 922224

 

 

 

D- 31714 Lauenhagen

 

                                www.hydrotechnik.org   -   e-mail: info@hydrotechnik.org

 

Polyelektrolyte

Stoffsystem

Bezeichnung für Polymere mit ionischen dissoziierbaren Gruppen, die Bestandteil der Polymerkette sein können und deren Zahl so groß ist, daß die Polymere in der dissoziierten form wasserlöslich sind.

Daher werden als Polyelektrolyte wasserlösliche ionische Polymere bezeichnet, die anionisch aus Polysäuren (z.B. Polycarbonsäuren), kationisch aus Polybasen (z. B. Polyvinylammoniumchlorid) entstehen oder neutral sind (Polyampholyte oder Polysalze). Ein Beispiel für natürliche Polyelektrolyte sind Polysaccharide mit ionischen Gruppen wie Carrageen, aber auch Proteine und langkettige Polyphosphate. Lösungen synthetischer Polyelektrolyte sind meist dickflüssiger als Lösungen nichtionisierter Polymere und leiten den elektrischen Strom.

Die in der Abwassertechnologie als wasserlöslich bekannten Polyelektrolyte sind hauptsächlich Polyacrylamide, also Verbindungen aus Monomeren auf Acrylamidbasis.

Herstellung und Anwendung

Es gibt verschiedene Arten chemischer Verfahren zur Herstellung von Polyelektrolyten (Polymerisation): Emulsionspolymerisation, Lösungspolymerisation, Suspensionspolymerisation, Fällungspolymerisation.

Polyelektrolyte haben vielfältige Einsatzgebiete und werden u.a. bei Haarkosmetika und Bodenverbesserungs- und Verdickungsmitteln eingesetzt. Auch in der Lebensmittelchemie und bei Hygieneartikeln spielen Polyelektrolyte eine wichtige Rolle. Im Abwasserbereich kommen sie vor allem bei Ionenaustauschern und als  Flockungshilfsmittel zum Einsatz.

Umwelteinfluß und Gesundheit

Abwasserreinigung / Trinkwasseraufbereitung

Polyelektrolyte kommen bei der Abwasserreinigung in Ionenaustauschern und als  Flockungshilfsmittel zum Einsatz. Polyelektrolyte werden seit Jahrzehnten als organische Flockungshilfsmittel bei der Schlammentwässerung, der Sedimentation und Flotation sowie in anderen anwendungsspezifischen Fällen eingesetzt.